Es ist fast zehn Jahre her, seit wir eine neue Generation Arbeitshosen eingeführt haben. Das hat einen ganz einfachen Grund: unsere bisherigen Hosen der 3er-Serie waren - und sind - nach wie vor ein Riesenerfolg.

Innovation lag Snickers Workwear jedoch schon immer am Herzen. Deswegen konnten wir uns einfach nicht länger beherrschen – es war einfach an der Zeit, etwas Neues zu entwerfen. Unser Ziel war es, die nächste Generation Arbeitshosen zu präsentieren. Wir waren uns alle darüber einig, dass die Vorarbeiten so gründlich sein mussten wie nie zuvor.

Der Prozess begann in 2013

„Wir haben uns vor über zwei Jahren zum ersten Mal zusammengesetzt. Wir wollten nicht nur wissen, was Handwerker brauchen, sondern auch, was sie wollen. Es gibt Funktionen, die cool aussehen, aber wir haben schnell bemerkt, dass keiner sie wirklich nutzt“, berichtet Henry Lundberg, Entwicklungsmanager bei Snickers Workwear.

Am Anfang des Prozesses standen Interviews und Workshops. Nutzer hatten die Möglichkeit sich darüber zu äußern, was für sie wirklich wichtig ist. Anschließend gingen alle mit diesen Informationen nach Hause und begannen, über Design nachzudenken. Hier hätte der Entwicklungsprozess enden können.

„Stattdessen begannen wir mit unserer Testphase, die bis jetzt gedauert hat“, fügt Henry Lundberg hinzu. „Wir hatten 50 verschiedene Tester – Elektriker, Installateure, Schreiner und Landschaftsgärtner. Über zwei Jahre haben sie mehr als 200 Hosen getestet, insgesamt über 400 Testwochen.“

Winzige Änderungen, aber der Teufel steckt im Detail

Christian Isaksen ist einer der Tester. Er zeigt auf einen Hotelneubau in Rosersberg außerhalb von Stockholm. Er arbeitet an Bodenlegearbeiten. Er hat nicht nur die Platten im Außenbereich des Hotels verlegt, sondern auch den Boden erhöht.

„Bei dieser Arbeit verbringt man viel Zeit auf den Knien, der Untergrund ist häufig steinig und hart – hierdurch entstehen extrem hohe Beanspruchungen“, erklärt er. „Hosen müssen strapazierfähig und bequem sein, das ist das Wichtigste bei meiner Arbeit. Natürlich gibt es auch verschiedene Details, die mein Leben erleichtern.“

Christian Isaksen zeigt seine Hose – er hat ein RuffWork-Modell getestet. Er hebt die Holstertaschen hoch und weist mit dem Finger auf ein paar Schlaufen und Ösen. „Diese Schlaufen brauche ich nicht“, erklärt er. „Ich habe den Designern von Anfang an gesagt, dass die Ösen zu groß sind. Sie sind auf Akkuschrauber und Ähnliches ausgelegt, aber keiner benutzt sie. Sehen Sie sich die Bauarbeiter dort hinten an – sie hängen ihre Akkuschrauber in die Gurtbänder hinten ein.“ Der Tester Isaksen lacht und fügt hinzu, dass zuallererst einmal die Hose aufgerissen ist, unmittelbar bevor wir zum ersten Interview kamen.

Auf Herzen und Nieren geprüftes Material

„Was den Stoff anbelangt, entwickeln wir vier oder fünf Versionen, bevor wir fertig sind“, erklärt Henry. „Deswegen sind diese Tests so ungeheuer nützlich: die Hosen werden unter Praxisbedingungen getestet, so dass wir uns auf die erforderlichen Änderungen konzentrieren können. Die Schlaufen, die Christian Isaksen erwähnt hat, haben wir beim endgültigen Produkt weggelassen. Es hat sich gezeigt, dass kaum jemand sie benutzt hat.“

Christian Isaksen erzählt von seinem ersten Interview, nachdem er den Hosenprototyp einige Monate getragen hatte. Er berichtet, dass er eine endlose Reihe von Fragen beantworten musste. Wie die Hose fotografiert und bis ins letzte Detail dokumentiert wurde.

„Dieses Detail zum Beispiel habe ich sehr gelobt“, er zeigt auf den Reißverschluss an einer der Taschen. „Den Reißverschluss gab es vorher nicht. Aber so ist die Tasche perfekt für Kreditkarten und andere Dinge, die nicht schmutzig werden dürfen. Früher wurde meine Kreditkarte immer von scharfkantigen Dingen in meiner Tasche zerkratzt – ich konnte einfach nichts Wertvolles in der Tasche haben. Außerdem ist die Passform der Hose wirklich einmalig. Früher hatte Arbeitsbekleidung mehr etwas von Zelten als von Kleidungsstücken. Jetzt sitzt sie bequem. Man muss auch nicht mehr die Hosen hochziehen, wenn man sich hinkniet. Die Kniepolster sind immer immer in der richtigen Position.“

Hreausragende Passform

„Alle sind von der Passform begeistert – alles andere wäre auch wirklich merkwürdig, denn wir haben viel Zeit darauf verwendet“, sagt Henry Lundberg dazu. „Die Änderungen, die wir vorgenommen haben, waren sehr geringe Modifikationen, aber jede einzelne davon war extrem wichtig. So haben wir beispielsweise die Position der Taschen verändert – wir sind dabei von dem Feedback unserer Nutzer ausgegangen, das wir bekommen konnten, weil wir ihnen genau zugehört haben.“

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